Konfliktverlauf
Die Eigendynamik eines Konfliktes treibt dazu an, sich weiter in den Konflikt treiben zu lassen. Der Eskalationsprozess des Konfliktes ist dabei vergleichbar mit den Stromschnellen eines Flusses, die zu zunehmenden sozialen Turbulenzen führen. Mit zunehmender Heftigkeit des Konfliktes werden wertvolle Ressourcen gebunden und die Handlungsmöglichkeiten werden mit jeder weiteren Stufe eingeengt.
1. Verhärtung
Standpunkte verhärten zuweilen, es bestehen jedoch noch keine starren Parteien oder Lager. Spannungen sind im Gespräch scheinbar noch lösbar.
2. Debatte
Polarisierung im Denken, Fühlen und Wollen. Schwarz- Weiß- Denken. Es bilden sich Überlegene und Unterlegene. Verbale Gewalt tritt auf.
3. Taten
Taten statt Worte und Strategie der vollendeten Tatsachen. Es bildet sich eine Kultur des Misstrauens.
4. Images /Koalitionen
Bildung von stereotypen Klischees, Imagekampagnen und brodeln der Gerüchteküche mit dem Ziel, einander in negative Rollen zu manövrieren.
5. Gesichtsverlust
öffentliche und direkte Gesichtsangriffe und Inszenierung des Demaskierungs-Rituals. Es kommt zu Ausstoßung und Verbannung.
6. Drohstrategien
Drohung und Gegendrohung und Setzen von Ultimaten.
7. Begrenzte Vernichtungsschläge
Denken in Dingkategorien, absprechen von menschlichen Qualitäten. Begrenzte Vernichtungsschläge als passende Antwort.
8. Zersplitterung
Paralysieren und Desintegrieren des feindlichen Systems. System wird dadurch unsteuerbar und zerfällt allmählich gänzlich.
9. Gemeinsam in Abgrund
Totale Konfrontation, aus der scheinbar kein Weg mehr zurück führt. Vernichtung zum Preis der Selbstvernichtung.