Kinder stark machen fürs Leben
Kinderalltag erleben - Kinderalltag gestalten
Erlebnis- und Vortragsabende für Eltern von Kindern
Vorwort zur Vortrags- und Erlebnisreihe
Liebe Eltern,
lassen Sie mich zu dieser Reihe ein paar allgemeine Gedanken und Überlegungen vorausschicken.
Kultur brütet seine
Mitglieder aus und fädelt sie in ihre bewährten und auch weniger
bewährten Kommunikations- und Umgangsformen, wie auch Wertepräferenzen
ein.
Eine Kultur des
Übergangs sendet widersprüchliche und sich widersprechende Botschaften.
Was passiert in einer solchen Situation mit den Mitgliedern dieser
Kultur?
Woran sollen sich Eltern und Kinder orientieren? Was ist das Beste für das Kind?
Kinder brauchen
erwachsene Handlungsvorbilder, die sie lieben, beschützen, begrenzen,
begleiten, fordern, und fördern, die ihnen Wege erschließen und Räume
öffnen.
Kinder wünschen sich
verlässliche Erwachsene, die wissen, wohin sie gehen, die Werte haben,
an die sie glauben, denen sie sich verpflichten und für die sie
eintreten.
Sie brauchen erwachsene Vorbilder, die immer wieder die innere Kraft haben, ihrem Leben Sinn zu geben.
Sie brauchen Erwachsene
mit kleinen und auch größeren Fehlern, die nie aufhören, an sich zu
arbeiten und die Unrecht eingestehen können.
Kinder wollen in ihrer
Selbständigkeit unterstützt, in ihrer Selbstverantwortlichkeit
gestärkt, in ihrer Konfliktfähigkeit trainiert und nicht zuletzt in
ihrer Erlebnisfähigkeit gefördert werden.
Sie wollen Aufgaben
gestellt bekommen, die sie herausfordern, die sie in Kontakt mit ihren
Grenzen bringen und die ihnen dazu verhelfen, den Rahmen ihrer eigenen
Wirksamkeit kennen zu lernen.
Kinder brauchen in ihrem Alltag Begleitung durch wache, aber zurückhaltende Erziehungsverantwortliche.
Für Kinder macht es
einen großen Unterschied, ob sie Anerkennung und Zuneigung erfahren
oder ob sie vor allen Dingen Ablehnung bzw. Nichtbeachtung erleben.
Kinder brauchen
Unterstützung bei dem alltäglichen Prozess, ihren Erlebnissen und
Erfahrungen subjektiv für ihr Leben Bedeutung zu geben.
Ohne Begleitung sind Kinder überfordert.
Sie brauchen unsere Hoffnung, unser Vertrauen und unseren Glauben an ihre Zukunft.
Wie aber können wir uns
in ihrem Umfeld für sie einsetzen und Wege bahnen helfen, die es ihnen
ermöglichen, gesund und erfüllt groß zu werden?
Wie können wir kleine Schritte mit Schatten hin zu einer ‚besseren Welt’ vorbereiten helfen?
Wie können wir ihnen Mut dafür machen, ihr eigenes Leben gestaltend Schritt für Schritt in die eigene Hand nehmen zu lernen?
Was brauchen wir für uns, um sie darin unterstützen zu können?
Das vorliegende
Primärpräventionsprogramm ist also gedacht als kleine
Orientierungshilfe für Eltern auf der Suche nach Haltungen zu den
unterschiedlichsten Themen und Anlässen.
Eltern, die Standpunkte
und Meinungen zu den Wirklichkeiten des Lebens in der
Auseinandersetzung mit sich und anderen selbst erarbeitet haben,
können ihre Kinder beim Bewältigen ihres Lebensalltags am besten
unterstützen.
Willkommen in der Elternschule!
PS: Selbstveständlich
werden zu allen Themen auch mehrtägige Fortbildungen für
Erzieher/innen, Familienhelfer/innen, Lehrer/innen, Sozialpädagogen
oder Psychologen angeboten.