Grenzen und Möglichkeiten von lösungsorientiertem Konfliktmanagement
Konflikte sind lästig und oft belastend. Sie mindern nicht selten die Arbeitsfähigkeit, stören das reibungsfreie Funktionieren betriebesinterner Prozesse und rauben Energie.
Das lässt sich auch mit dem besten Konfliktmanagement nicht ändern. Dabei wird gerne übersehen, dass Konflikte als Indikatoren auf den Veränderungsbedarf in der persönlichen Lebensplanung eines/r Mitarbeiters/in, in einer Arbeitsbeziehung, in den Bedingungen einer Kooperation oder in den Strukturen eines Unternehmens hinweisen. Auf welcher Ebene der Veränderungsbedarf liegt, ist meist nicht ohne weiteres zu sehen. Erklärt man einen Konflikt zur Privatsache von Beteiligten, erfährt man wahrscheinlich nie, welchen Veränderungsbedarf er anzeigt.
Um einen Zugang zu dem zwar nicht geheimen, aber verschlossenen Wissen, das in dem Konfliktfeld steckt, zu gewinnen, sollte man sich folgendes klar machen: Konflikte zeigen, hier passt etwas nicht zusammen. Bis vor einiger Zeit hat es vielleicht noch gepasst, jetzt passt es nicht mehr. Deshalb können nur die Konfliktparteien, möglicherweise ohne dass sie es zunächst selber bewusst wahrnehmen, den „Not-wendigen“ Einblick haben, der die Situation zu wenden hilft.